Wanderung zum heiligen Quellwasser.

Plant ihr vorher immer eure Routen, wenn ihr wandern geht? Oder wenn ihr beim Reisen seid?
Kam es bei euch auch schon mal vor, dass die Tour ein kompletter Reinfall war oder ihr euch währenddessen verlaufen habt?

Nicht immer läuft alles wie geplant.

Wir haben eigentlich immer vorher versucht eine passende Route für die Wandertour auszusuchen. Zum Beispiel über die Komoot‑App, Outdooractive oder vielleicht auch mal Bergfex. Doch oftmals kommt es dann ganz anders als geplant. Sei es durch einen Bus, der nicht kommt, oder eine Bahn, die nicht fährt oder das Wetter, das verrückt spielt. Man denkt sich immer „Jooo die Bilder sehen so geil aus, es war bestimmt alles richtig schön.“ – Whatever. Doch teilweise ist nicht alles so rosig wie es nach außen hin scheint, oft erlebt man auch wirklich negative Dinge, die nicht unbedingt immer gerne Preis gegeben werden. Ich denke viele von euch wissen was ich meine und haben bestimmt auch schon einige nicht ganz so schöne Dinge beim Reisen erlebt. – Aber egal was kommt, nicht sofort den Kopf in den Sand stecken. Wir hatten uns für unseren ersten Tag am Großglockner die perfekte Wanderung ausgesucht. Für den Anfang eine etwas leichtere, nicht ganz so anstrengende, aber trotzdem schöne Wanderung. Mit der Gondel wollten wir hochfahren und von dort aus der Wanderung starten. Alles lief super, wir waren perfekt in der Zeit. Nun ja dachten wir zumindest – das Problem war dann, dass alle Bergbahnen geschlossen waren und das, wohl gemerkt, an einem Samstagvormittag! Nun gut, was soll man machen. Alle Geschäfte und Läden hatten zu. Keine Touristen, die Stadt war wie ausgestorben. An einem Samstagnachmittag. Was ein Fail.

Startpunkt Bergbahn Heiligenblut

Meistens kommt`s ja dann doch wieder anders als erwartet und wir trafen eine nette Frau, die uns ein paar Wanderungen von der Stadt aus empfohlen hat. Und das war dann eine Wanderung, die nicht schöner hätte sein können.

Startpunkt ist die Gondel in Heiligenblut. Von dort aus kann man links vorbei über Wiesen und Felder. Da führt ein kleiner Trampelpfad durch, der ist eigentlich kaum zu übersehen. Aber der erste Anstieg haut definitiv gleich mal rein, also das geht schon gut auf die Kondition. Der erste Stopp der Wanderung ist dann eine kleine Alm, 200 Meter dahinter befindet sich die nächste Alm. Sobald man dann den ersten Aussichtspunkt erreicht hat, oder sich einfach mal umdreht, ist der ganze Stress von davor eh wieder vergessen. Denn die Landschaft ist selbst hier „unten“ am Berg atemberaubend. Hinter den zwei Almhütten geht es dann weiter den Wald hinauf. Bis die Möll aus einer Felswand entspringt. Dann geht’s weiter in Richtung Sattel Alm. Nach knapp einer dreiviertel Stunde erreicht man die Aussichtsplattform Heiligenblut. Steil ragt die Möllschlucht hervor und wir sind mehr als 300 Meter höher als der Startpunkt. Die letzten Minuten erstrecken sich über wunderschöne Almwiesen, fast ein bisschen wie bei Heidi. Angekommen an der Sattelalm‑ erstmal ein Bier.

Über den Haritzersteig

Im leichten Auf und Ab geht es weiter über Wiesen und vorbei an kleine Almhütten. In der Ferne sieht man sogar das Kaiser‑Franz‑Josef Haus oben am Gletscher. Der letzte Stopp und somit auch das Ziel ist die Bircciuskapelle. Endlich angekommen, nehmen wir erstmal einen großen Schluck aus der entspringenden Quelle vor der Kapelle. Man sagt, dass das Wasser eine heilende Wirkung hat. Danach geht’s auf dem gleichen Weg zurück bis zu einer Abzweigung nach der Aussichtsplattform. Dort ist zu entscheiden, ob man die Forststraße nimmt oder den Haritzersteig. Wir entscheiden uns für den Steig, da er abwechslungsreicher ist und auch nicht zu steil. Der Steig führt genau an der Felswand entlang und ist sehr schmal. Dabei kann man den tollen Ausblick über das Tal genießen und direkt bis in die Stadt Heiligenblut zurück laufen.
Ja auch ungeplante Wanderungen können schön sein.

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